Sponsoring Amazon

   
   

ANSBACH (kk)- Der Leistungsunterschied zwischen dem Abstiegskandidaten TSV 1860 Ansbach und dem Titelaspiranten SV SR Hohenstein-Ernstthal war am Sonntagnachmittag im TT-Regionalligaspiel sichtlich präsent. Auch wenn durchaus der eine oder andere Punkt mehr bei den Hausherren hängen bleiben hätte können, war der 9:2- Erfolg des Favoriten natürlich hoch verdient.

Nach den letzten Misserfolgen in den Doppeln wurden die Paarungen bei den Ansbachern neu formiert. Die Umstellung brachte dann auch einen Teilerfolg, indem das neue Einserdoppel Urbanek/Kupfer ablieferte und für die 1:0-Führung sorgte. Die anderen beiden Kombinationen blieben ohne Satzgewinn, auch wenn insbesondere Weger/Schubert in jedem Durchgang bis zum 7:7 auf Augenhöhe mitspielten.

Die Einzel standen komplett unter dem Zeichen von Roland Krmaschek. Der inzwischen 47-jährige Tscheche zelebrierte eine Demonstration in Sachen Abwehrspiel. Immer noch wieselflink auf den Beinen fischte er jeden Ball, variierte seinen Rotationen durch geschicktes Schlägerdrehen und streute immer wieder überraschende Angriffsschläge ein. Explizit der für Manuel Kupfer und Jan Urbanek nicht zu erkennende Schnittwechsel brachten ihm viele Punkte zu seinen beiden klaren Dreisatzsiegen.

Eine klare Niederlage zeichnete sich bereits im ersten Einzel ab. Dort führten Jan Urbanek und Alexander Smirnov ein packendes Match mit schönen Rallyes. Fast jeder Satz wurde erst in der Verlängerung entschieden. Dort war der junge Russe der erfolgreichere Akteur, auch weil der Ansbacher Nummer 1 einige Bälle an die Schlägerkante gesprungen waren. In den übrigen Begegnungen hielten die TSV´ler auch gut mit. So starteten zum Beispiel Dietmar Weger und Pedder You furios. Dietmar Weger manövrierte den jungen Neumann-Manz mit 11:8 gekonnt aus und Pedder You zauberte aus der Halbdistanz sehenswerte Gegenspins auf den Tisch. Ab Satz änderte sich das Bild bei beiden Partien. Neumanz-Manz zog sich etwas vom Tisch zurück, spielte längere Ballwechsel mit, um irgendwann überfallartig zuzuschlagen. Der Gegner von You, der Weißrusse Milovanov agierte noch offensiver und drängte Ansbachs Nr. 6 in die passive Rolle. Dies führte in beiden Partien zur Wende und zu 1:3-Niederlagen. Noch näher war Jan Schubert an einem Erfolg dran. Der angehende Fitnesstrainer ging drei Sätze lang (2:1) zielstrebig zu Werke, bevor ihm etwas die letzte Präzision abhandenkam und die letzten beiden Sätze mit 11:8 an den Spieler des Sachsenrings ging. So blieb der einzige Einzelpunkt Oli Welt vorbehalten. Der Referendar überzeugte sowohl kämpferisch also auch spielerisch. Selbst drei vergebene Satzbälle im vierten Satz brachten Oli Welt nicht aus der Bahn. Mit gekonntem Aufschlag-Rückschlagspiel und risikofreudigen Offensivaktionen ließ er beim 11:6 keine Zweifel an seinem persönlichen Triumph aufkommen.

Das 2:9 gegen den Meisterschaftskandidaten wirft den TSV sicher nicht aus der Bahn. Vielmehr ist der Blick nach vorne auf die Partie beim SB Rosenheim gerichtet, der wie der TSV an diesem Wochenende Hohenstein-Ernstthal unterlegen war.

Die Ergebnisse: Urbanek/Kupfer – Smirnov/Koschmieder 11:7/11:9/11:6, Weger/Schubert – Neumann-Manz/Milovanov 8:11/7:11/11:13, Welt/You – Krmaschek/Hornbogen 6:11/6:11/9:11, Urbanek – Smirnov 10:12/12:10/8:11/11:13, Kupfer – Krmaschek 5:11/4:11/2:11, Weger – Neumann-Manz 11:8/8:11/4:11/8:11, Welt – Koschmieder 13:11/5:11/11:7/9:11/11:6, Schubert – Hornbogen 11:13/12:10/11:5/8:11/8:11, You – Milovanov 11:8/5:11/6:11/3:11, Urbanek – Krmaschek 4:11/6:11/3:11, Kupfer – Smirnov 9:11/5:11/9:11.