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ANSBACH (kk)- Der TSV 1860 Ansbach hofft, dass die siebenwöchige Winterpause in der Tischtennis - Regionalliga lang genug war, um die deprimierende Vorrunde zu vergessen. Zurückblicken will im Ansbacher Team jedenfalls keiner mehr, vielmehr soll die am kommenden Sonntag startende Rückrunde optimistisch angegangen werden.

Dabei ist man im TSV – Lager sicherlich Realist genug, um zu akzeptieren, dass das gesetzte Ziel Klassenerhalt, kaum noch zu bewerkstelligen ist. Dazu war die punktlose Ausbeute im Jahr 2017 einfach zu gering.

Zweimal war das Sextett in der ersten Saisonhälfte knapp an einem Erfolg dran. Doch auch diese beiden umkämpften Partien, zum einen das Auftaktmatch am 23. September in Thalkirchen als auch der  lange Krimi zuhause am 3. Dezember gegen Holzhausen wurden trotz guter Möglichkeiten mit 6:9 verloren. Die anderen Begegnungen fielen jeweils höher zu Gunsten der Gegner aus. Insgesamt dreimal musste sich das Team gar mit 2:9 beugen, zweimal unterlag man mit 3:9 und zweimal endete der Punktreigen der Markgrafenstädter nach vier Zählern. Somit hat sich leider schmerzhaft bewahrheitet, dass die aufgrund der TTR-Werte ermittelte Außenseiterrolle auch wirklich in jedem Match eingetreten ist und der TSV mit 0:18 Punkten ins Jahr 2018 wechselt.

Von der Einstellung her konnte dem Kader kaum ein Vorwurf gemacht werden. Kämpferisch hielten die Grün-Weißen stets dagegen. Lediglich auf der spielerischen Seite waren des Öfteren deutliche Leistungsunterschiede zu den professionelleren Kontrahenten zu bemerken.

Dies trifft nicht auf den Spitzenspieler Jan Urbanek zu. Die Verpflichtung des Tschechen erwies sich als Glücksgriff für Ansbach. Mit einer 7:2-Bilanz gegen die gegnerischen Nummer 2 sorgte Jan dafür, dass sein Team nahezu in jedem Duell gut ins Spiel kam. Auch sein 4:5-Ergebnis gegen die mit Stars gespickten Spitzenspieler kann sich mehr als sehen lassen. Neben seiner guten Einzel-Leistung mauserte sich der hoch gewachsene Top-Spin-Stratege auch im Doppel an der Seite von Manuel Kupfer zu einer Macht und beendete die Hinserie mit 4:2 Doppel. Allein die punktetechnische Unterstützung durch die Mannschaftskameraden ließ zu Wünschen übrig. Lediglich Oliver Welt konnte sich noch einige Male mit starken Vorstellungen auszeichnen und zog sich mit 5:8 achtbar aus der Affäre. Einen schweren Stand hatten Manuel Kupfer, der nach Verletzungsproblemen vor Saisonstart erst gegen Ende der Vorrunde besser in den Rhythmus kam und Dietmar Weger, der im mittleren Paarkreuz sehr vielen schnellen Akteuren gegenüber stand. Mehr hatten sich auch selbst Jan Schubert und Pedder You im hinteren Paarkreuz erhofft. Durch Trainingsrückstand von Schubert und der teilweise zu passiven Spielweise von You ist hier für die zweite Hälfte deutliches Steigerungspotenzial gegeben.

Auch wenn der Abstieg droht, die TSV´ler wollen in jedem Spiel das Optimum heraus holen und haben das eine oder andere Erfolgserlebnis ist für 2018 als erklärtes Ziel ausgegeben.

Der TSV 1860 Ansbach startet mit drei Heimspielen in Serie in die Rückrunde. Gerade am 4. und 11. Februar geht es mit Thalkirchen und Rosenheim gegen Teams, die unmittelbar vor den Ansbachern stehen. Hier soll der Knoten platzen und der Anschluss hergestellt werden.

Zum Auftakt empfängt der TSV an diesem Sonntagnachmittag um 14 Uhr Medizin Magdeburg.

Die komplett mit Ausländern antretenden Magdeburger haben mit 10:8 Punkten auf Rang 5 eine gute Vorrunde absolviert. Mit Vladislav Urso (13:4) haben sie zudem einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen. Sogar noch etwas besser haben es die beiden Legionäre des mittleren Paarkreuzes gemacht. Hier bleiben Kestutis Zeimys und Raman Verhunou ohne eine einzige Einzelniederlage. Da der Gast bereits am Samstag in Rosenheim antritt, ist beim Auftaktwochenende mit einer guten Aufstellung zu rechnen. Der Kader der Ansbacher hat sich gut vorbereitet und will sich um 14 Uhr in der unteren Platenhalle den eigenen Zuschauern grunderneuert präsentieren.

Die Vorrunden-Bilanzen:  Jan Urbanek (11:7 Einzel / 5:4 Doppel), Manuel Kupfer (2:16/ 4:5), Dietmar Weger (2:13/ 1:8), Oliver Welt (5:8/ 3:6), Jan Schubert (3:7/ 1:7), Pedro You (1:8/ 2:6), Julian Roth (0:2/ 0:1), Sebastian Mertel (0:1/ 0:1).