Herren I: Teuer verkauft, dennoch deutlicg 6:0 Packung in Leiselheim bekommen

Veröffentlicht am Sonntag, 12. Februar 2017 11:35

WORMS (kk)- Angesichts der eigenen Personalprobleme hat sich der TT-Drittligist TSV 1860 Ansbach beim TV Leiselheim ordentlich verkauft. Ein Punktgewinn war den tapfer kämpfenden  Markgrafenstädtern dennoch nicht vergönnt, sodass die Partie bei den Wormser Vorstädtern mit 0:6 verloren wurde.

Bei der Doppelaufstellung hatte beide Parteien die gleiche Idee, indem sie das jeweils besser eingeschätzte Duo auf Position 2 nominierten. Die Folge waren zwei relativ ausgeglichene Matches. Sehr gut harmonierten die erstmals zusammen agierenden Weger/Koch. In Durchgang 1 ging die Ausgewogenheit bis zum 8:8, danach forcierten die Gastgeber bis zum 11:9 Satzgewinn. Im nächsten Abschnitt lag das TSV-Tandem gar mit 9:4 in Front. Auch hier reichte es leider nicht zum Satzgewinn, sodass wenig später die Niederlage feststand. Fast noch besser präsentierten sich Lengerov/Kupfer, die die beiden hart umkämpften Sätze 1 und 3 nervenstark mit 12:10 und 14:12 für sich entschieden. Ab Frame vier dominierten dann nur noch die Leiselheimer und gewannen insgesamt verdient.

In den Einzeln war gegen die multikulturelle Truppe der Hausherren, die mit einem Dänen, einem Russen, einem Rumänen und einem Deutschen vier Nationen vereint haben, nicht mehr viel drin. Im ersten Einzel konnte Manuel Kupfer zunächst den druckvollen Angriffen von Lind nicht standhalten und wurde mit 11:4 und 11:2 förmlich überrollt. Erst in Satz 3 konnte er sich von der Umklammerung lösen und erkämpfte ein offenes Spiel, das dann nur noch glücklich mit 12:10 an den Gastgeber ging. Trifon Lengerov bot ein für ihn typisches Spiel. Nach tollem Start in Form eines 11:7-Satzgewinns wurde er zunehmend passiver, während Shamin im Gegenzug mehr und mehr Akzente setzte. Der 3:1-Erfolg des Russen war schließlich das logische Resultat. Mit „David gegen Goliath“ kündigte der Hallensprecher die nächste Auseinadersetzung an, indem er die aktuellen TTR- Werte von Anca (2125) und Uwe Koch (1680) nannte. Der Ansbacher Ergänzungsspieler war zwar in seinem ersten Bundesligaspiel in einigen Szenen wirklich überfordert, in anderen Momenten konnte er den Rumänen mit gelungen Aktionen überraschen und war nach abgelegter Nervosität sogar kurz vor dem Satzgewinn im 3. Durchgang. Diese Leistung wurde dann auch prompt vom Hallensprecher anerkennt, der Uwe Koch lobte und ihm für die erzeugte Stimmung dankte. Dietmar Weger waren gegen den Linkshänder Graf die besten Chancen auf einen Ehrenpunkt zugetraut worden. Danach sah es in den ersten beiden Sätzen auch aus, da er dort jeweils mit 8:6 in Führung lag. In beiden Fällen gelang dem Blockspezialisten kein einziger Punkt mehr. Diese beiden 11:8-Ergebnisse brachten Graf die nötige Sicherheit, die er in einem abschließenden 11:6 zum 6:0-Endstand zeigte.

Das verlorene Duell soll schnell abgehakt werden und der Fokus auf das große Heimspiel am nächsten Sonntag gegen den FC Bayern München gelegt werden.   

Die Ergebnisse (Leiselheim zuerst genannt): Anca/Graf – Weger/Koch 11:9/12:10/11:7, Lind/Shamin – Lengerov/Kupfer 10:12/11:7/12:14/11:5/11:2, Lind – Kupfer 11:4/11:2/12:10, Shamin – Lengerov 7:11/11:5/11:6/11:5, Anca – Koch 11:7/11:6/11:9, Graf – Weger 11:8/11:8/11:6.