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CHEMNITZ (kk)- Wenn der Spitzenreiter zuhause das Schlusslicht empfängt, ist der Ausgang der Partie hochwahrscheinlich. In der Regionalligabegegnung beim Klassenprimus SV SR Hohenstein-Ernstthal gab es für den TSV 1860 Ansbach dann auch die erwartete Niederlage, allerdings war die Höhe und die Deutlichkeit der Pleite so nicht voraus zu sehen.

Die Hausherren steuern direkt auf den Aufstieg in die 3. Bundesliga zu. Dazu haben sie aus einer durchschnittlichen Regionalligatruppe der letzten Jahre mit jungen, hungrigen Spielern durch die Hinzunahme des Routiniers und langjährigen Erstligaakteur Roland Krmaschek eine echte Spitzenmannschaft geformt. Da der Sachsenring (30:2 Punkte) im Meisterschaftsrennen im Fernduell gegen den SB Regenstauf (26:2) auch auf das Spielverhältnis schauen muss, haben die Gastgeber von Beginn an die Ansbacher mit Respekt und Konzentration begegnet. Vor einer angesichts der Tabellensituation beachtlichen Kulisse hat das aus einem Tschechen, einem Ägypter, zwei Russen und zwei Deutschen bestehendem Sextett seine Stärke gnadenlos ausgespielt und den teilweise überforderten Ansbachern in der gesamten Begegnung genau einen Satzgewinn gestattet. Diesen einzigen Durchgang sicherte sich You/Roth im ersten Satz des Dreierdoppels. Eine Siegchance war aber hier auch nicht gegeben, denn die drei nächsten Abschnitte gingen allesamt mit jeweils 11:7 an die russisch-deutsche Kombination der Sachsen.

Analog zu den Doppeln war für den TSV auch in den Einzeln wenig zu bestellen. Der durch eine Leistenverletzung gehandicapte Manuel Kupfer hatte gegen das Abwehrbollwerk Krmaschek genau so klar das Nachsehen wie der sonst gegen die gegnerische Nummer 2 so zielstrebige Jan Urbanek, der vom ägyptischen Linkshänder Youssef Abdel-Aziz regelmäßig auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Am besten ins Match fand noch Pedder You gegen den jungen Russen Andrey Miovanov. Nach langen Ballwechseln gingen jedoch die ersten beiden Sätze mit 12:10 und 11:9 an den Vertreter des SV, der dadurch noch mehr Selbstvertrauen bekam und den Sieg dadurch locker nach Hause brachte. Gegen den quirligen „Quick-Nick“ Neumann-Manz konnte im Anschluss Dietmar Weger nur im mittleren Satz auf Augenhöhe agieren (12:14). Die hohe Niederlage lag aus Ansbacher Sicht sicher nicht daran, dass mit Oli Welt und Jan Schubert zwei Stammkräfte nicht mit in die Chemnitzer Vorstadt gefahren sind. Denn die Ergänzungsspieler Julian Roth und Basti Mertel kämpften ordentlich. Julian Roth hielt phasenweise richtig gut mit, während Basti Mertel nach seinem Duell resigniert bilanzierte, dass sein Gegenüber Alex Smirnov so überlegen war, dass er ihn regelrecht vorführen konnte.

Insgesamt also eine bittere Niederlage, bei der die Fahrtzeit der Spielzeit von 110 Minuten deutlich überwog. Der TSV kann sich davon nun zwei spielfreien Wochenenden erholen, bevor er in seinen letzten beiden Regionalligaspiele geht.

 Die Ergebnisse (Hohenstein zuerst genannt): Krmaschek/Neumann-Manz – Weger/Mertel 11:4/12:10/11:5, Abdel-Aziz/Milovanov – Urbanek/Kupfer 11:6/11:8/11:5, Dmirnov/Koschmieder – You/Roth 8:11/11:7/11:7/11:7, Krmaschek – Kupfer 11:3/11:8/11:6, Abdel-Aziz – Urbanek 11:6/14:12/11:8, Milovanov – You 12:10/11:9/11:7, Neumann-Manz – Weger 11:7/12:10/11:1, Smirnov – Mertel 11:4/11:1/11:8, Koschmieder – Roth 11:9/11:7/11:8.