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ANSBACH (kk)- Mit einer tollen Leistung haben sich die TT-Herren des TSV 1860 Ansbach im letzten Heimspiel von ihrem Publikum und der Regionalliga würdig verabschiedet. Dem Meisterschaftsfavoriten TB/ASV Regenstauf wurde sehr gut Paroli geboten und ihm beim 5:9 alles abverlangt.

In den Doppeln war nicht mehr als ein Punktgewinn möglich, denn neben Urbanek/Kupfer, die ihren Auftritt mustergültig in vier Sätzen erfolgreich gestalteten, hatten sowohl Welt/You als auch Schubert/Weger gegen die beiden Tschechen-Duos der Gäste objektiv keine Chance.

Die Ansbacher Nummer 1, Jan Urbanek fühlte sich in diesem Match, in dem kurioserweise sechs deutsche und sechs tschechische Akteure am Start waren, sichtlich wohl. Als einziger Ausländer in Reihen der Markgrafenstädter bekam er es im ersten Einzel mit seinem Landsmann Bruckner zu tun. In der ersten Spielphase hatte der Gast jeweils das bessere Ende auf seiner Seite (10:12/11:13). Doch Jan konnte zulegen und die nächsten drei Abschnitte jeweils mit 11:9 für sich entscheiden, wodurch er für eine Parallele aus der Vorrundenpartie gegen den gleichen Gegner gesorgt hat. Die nächsten fünf Einzel wurden dann alle von einem Protagonisten beherrscht und endeten nach drei Durchgängen. Für den einzigen Ansbacher Zähler in dieser Phase sorgte Dietmar Weger, der mit seiner unnachahmlichen sicheren und platzierten Spielweise Pflamminger keine Möglichkeit zum Sieg gab. Da allerdings im Gegenzug Manuel Kupfer, Oli Welt, Jan Schubert und Pedder You keinen Satz für sich verbuchen konnte, wurde aus dem 2:2 Zwischenstand ein 3:6.

Damit zeichnete sich bereits hier der Sieg des Aufstiegsaspiranten ab, doch die Hausherren hatten noch zwei Überraschungen parat.

Den ersten Höhepunkt setzte erneut Jan Urbanek. Im Spitzeneinzel entzauberte er Frantisek, Krcil, langjähriger Frontmann des Zweitligisten Passau und ehemaliger Nationalspieler. Gegen den mit viel Spin und Ballgefühl operierenden Krcil konterte Urbanek mit Tempo und Variabilität. Auch in diesem Match benötigte er den ersten Satz (9:11), um sich seine Taktik zu Recht zu legen, die er dann in beeindruckender Weise in den nächsten drei Frames durchsetzte. In dieser Form bleibt nur zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen die Dienste des Vorzeigesportlers für ein weiteres Jahr sichern.

Für das zweite Highlight sorgte Jan Schubert. Der bisher im mittleren Paarkreuz sieglose Schubert trat gegen den früheren Zweitligaprofi Seibot, der mit einer starken 7:2 Bilanz überzeugt hat, an den Tisch. Dabei gelang es dem Ansbacher Linkshänder immer wieder den rückhandorientierten und nahe am Tisch agierenden Tschechen mit verblüffenden Schlägen und unangenehmen Anspielen auf den „Tischtennis-Bauch“ (Stelle zwischen Vorhand und Rückhand) zu überraschen. Da dieses Mal die Kondition hielt, konnte Jan Schubert mit einem 11:8 im Entscheidungssatz einen wirklich famosen Triumph feiern. Weil daneben Manuel Kupfer verletzungsbedingt aufgeben musste und Oli Welt sowie Dietmar Weger nur einen Satz lang richtig gut mithalten konnten, stand die 5:9-Niederlage fest, die angesichts der Ausbeute ein gefühlter Erfolg war. Zum letzten Spieltag reist der TSV am kommenden Samstag zum TSV Schwabhausen.

Dier Ergebnisse: Urbanek/Kupfer 9:11/11:7/11:7/11:8, Welt/You – Krcil/Pytlik 11:13/1:11/6:11, Schubert/Weger – Seibot/Nemecek 7:11/7:11/7:11, Urbanek – Bruckner 10:12/11:13/11:9/11:9/11:9, Kupfer – Krcil 8:11/9:11/6:11, Welt – Seibot 4:11/3:11/1:11, Schubert – Pytlik 9:11/9:11/1:11, Weger – Pflamminger 11:9/11:5/11:7, You – Nemecek 9:11/6:11/2:11, Urbanek – Krcil 9:11/11:8/11:9/12:10, Kupfer – Bruckner 1:11/0:11/0:11, Welt – Pytlik 11:7/9:11/5:11/5:11, Schubert – Seibot 11:6/5:11/11:9/6:11/11:8, Weger – Nemecek 8:11/4:11/15:17.