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ANSBACH (kk)- Derzeit macht das Zuschauen beim TT-Team des TSV 1860 Ansbach richtig Spaß. Mit einer selbstbewussten Unbekümmertheit – und zugleich konzentrierten Zielstrebigkeit – haben die Markgrafenstädter das Spitzenspiel gegen den SV DJK Eggolsheim sowie das zweite Spiel des Wochenendes gegen den TTC Tiefenlauter gewonnen und sich damit an die Tabellenspitze gesetzt.

Gegen den Zweiten Eggolsheim sollte mit einer guten Leistung in den Doppeln der Grundstein zu einem guten Ergebnis gelegt werden. Dies gelang den Hausherren mehr als eindrucksvoll, indem alle drei Ansbacher Duos siegreich blieben. Schubert/Weger und Roth/Danzer gelang dies in langen und sehenswerten Fünf-Satz-Matches, Welt/You erledigte seine Aufgabe nach Startschwierigkeiten souverän in vier Durchgängen. Wie wichtig diese optimale Ausbeute war, zeigte sich sogleich im vorderen Paarkreuz, wo Oli Welt und Jan Schubert im Prinzip chancenlos waren. Genauso bedeutend wie der Start in die Begegnung waren für den Spielverlauf die nächsten drei Einzel. In dieser Phase mussten vor allem Kapitän Dietmar Weger und Julian Roth mächtig kämpfen. Ihren deutlich offensiveren Gegnern stellten beide Ansbacher ihren Spielwitz und ihre Sicherheit gegenüber. In den Entscheidungssätzen gab jeweils ihr größerer Wille zum Sieg den Ausschlag, sodass beide Grün-Weißen mit 11:8 beziehungsweise 12:10 tolle Triumphe bejubeln konnte. Gepaart mit den Doppeln lag damit die Quote der Matches über fünf Sätze bei vier zu null für Ansbach. Der dritte im Bunde der Serie war Pedder You. Basierend auf seinem guten Service variierte der Ansbacher Alleskönner seine Schläge (weich und hart), seine Platzierungen und seinen Abstand zum Tisch laufend und ließ so Cernocky kaum eine Chance. Aus einem 3:2 war damit ein 6:2-Zwischenstand geworden. Da war es zu verschmerzen, dass Peter Danzer trotz astreiner Vorstellung gegen den besten Akteur des hinteren Paarkreuzes, Marcel Herbert, die siegreiche Folge nicht fortführen konnte.

Der Titelaspirant aus Oberfranken machte sich Hoffnung mit zwei weiteren Siegen im vorderen Paarkreuz aufzuschließen. Doch da machten ihnen die beiden TSV-Cracks einen Strich durch die Rechnung. In umgedrehter Kombination kamen Jan Schubert und Oli Welt viel besser zurecht. Jan Schubert bekam es mit dem Tschechen Flicek zu tun, der wie Schubert auch seine Taktik auf einen harten ersten Ball ausrichtet. Der Ansbacher Frontmann setzte die Vorgehensweise deutlich besser um, indem er selbst durchschlagend agierte und seinen Gegner mit kurzen und unangenehmen Anspielen gezielt aus der Offensive nahm. Sogar noch einen Tick imposanter war der Auftritt von Oli Welt gegen den Abwehrstrategen Kovacs. Er isolierte den Ungarn auf dessen Noppenbelag und setzte bei erster Gelegenheit einen festen Spin. Wenn er damit nicht zum Punktgewinn kam, bereitete er klug mit Schnittwechsel vor und zog damit dem resignierenden Defensivkünstler vollends den Zahn. Den Schlusspunkt zur in dieser Höhe nicht für möglich gehaltenen 9:3-Sieg setzte Dietmar Weger, der so seine superbe Leistung krönte.

Auch zwei Stunden spätere, war gegen den TTC Tiefenlauter keine Nuance weniger Spielfreude und Motivation zu spüren. Erneut gelang den Gastgebern das Kunststück, alle drei Doppel zu gewinnen. Auch in den Einzeln gingen die Ansbacher trotz umkämpfter Spiele fast ausschließlich als Sieger vom Tisch. Die Ausnahme stellte Trifon Lengerov. Der ehemalige Ansbacher zeigte sich an alter Wirkungsstätte extrem heiß und gut und in Form. Sowohl Jan Schubert als auch Oli Welt musste gegen ihren Ex-Teamkameraden eine Niederlage hinnehmen. Diese zwei Ehrenpunkte waren dann aber auch die komplette Ausbeute des TTC, sodass der 9:2-Endstand schnell feststand.

Durch den Rückzug des 1. FC Bayreuth (wäre nächster Gegner der Ansbacher gewesen) hat sich das Restprogramm des TSV (12:2) auf das Endspiel um die Herbstmeisterschaft reduziert, dass am 16. Dezember beim ungeschlagenen TTC Kist (8:0 Punkte) ansteht.

Die Ergebnisse: Ansbach – Eggolsheim: Schubert/Weger – Kovacs/Cernocky 10:12/11:5/10:12/11:8/11:8, Welt/You – Flicek/Herbert 8:11/11:4/11:9/11:2, Roth/Danzer – Abel/Poloszczanski 11:6/11:8/4:11/10:12/11:6, Welt – Flicek 7:11/8:11/1:11, Schubert –Kovacs 2:11/11:9/9:11/1:11, Weger – Abel 11:9/11:5/9:11/9:11/11:8, You – Cernocky 11:6/6:11/11:7/11:7, Roth – Poloszczanski 12:10/7:11/3:11/11:7/12:10, Danzer – Herbert 10:12/11:6/11:13/5:11, Welt – Kovacs 11:6/11:7/11:6, Schubert – Flicek 11:6/11:8/11:6, Weger – Cernocky 11:7/11:9/9:11/11:7.

Ansbach – Tiefenlauter: Schubert/Welt – Stibor/Eberhardt 11:7/11:5/11:9, Welt/You – Lengerov/Angelov 11:7/9:11/11:5/4:11/11:6, Roth/Danzer – Forkel/Deffner 11:4/11:6/5:11/11:8, Welt – Stibor 7:11/11:6/11:3/12:10, Schubert – Lengerov 6:11/4:11/9:11, Weger – Angelov 8:11/5:11/11:5/11:4/11:7, You – Forkel 5:11/11:9/11:9/11:5, Roth – Deffner 11:8/11:5/9:11/10:12/11:6, Danzer – Eberhardt 11:13/11:7/11:7/12:10, Welt – Lengerov 14:12/4:11/9:11/10:12, Schubert – Stibor 11:8/11:2/11:9.