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ANSBACH (kk)- Die Tischtennis-Verbandsoberliga Nord befindet sich derzeit in der Winterpause. Dies ist ein g├╝nstiger Zeitpunkt eine Zwischenbilanz zu ziehen, die aus Sicht des westmittelfr├Ąnkischen Vertreters TSV 1860 Ansbach rundum positiv ausf├Ąllt.

Mit einigen Fragezeichen waren die Markgrafenst├Ądter angesichts der f├╝nfj├Ąhrigen Abwesenheit aus der h├Âchsten bayerischen Spielklasse im Oktober in die Saison gestartet. Die vorhandene Skepsis hat das Sextett mit einem gelungenen Start schnell vertrieben, indem zu Beginn alle drei mittelfr├Ąnkischen Kontrahenten SpVgg Erlangen (9:5), TV Erlangen (9:5) und TV Altdorf (9:4) sicher bezwungen werden konnten. Die zwischenzeitliche Tabellenf├╝hrung musste dann nach der ersten Niederlage in Versbach (7:9) wieder abgegeben werden. Davon lie├č sich das Team um Kapit├Ąn Dietmar Weger aber in keiner Weise aus der Bahn bringen und im Monat November folgten ausschlie├člich Siege. Neben den erwarteten Triumphen ├╝ber Rugendorf (9:4) und Tiefenlauter (9:2) brillierte die Gr├╝n-Wei├čen insbesondere beim 9:3-Erfolg ├╝ber den SV DJK Eggolsheim, der zu diesem Zeitpunkt den 2. Platz gefestigt hat. Durch diesen Sieg war dann die B├╝hne bereitet f├╝r den Vorrundenh├Âhepunkt beim Spitzenreiter TTC Kist. Hier musste der TSV mit 3:9 die ├ťberlegenheit der W├╝rzburger Vorst├Ądter anerkennen.

Der Blick auf die Halbzeittabelle gestaltet sich bereits sehr ├╝bersichtlich. An der Spitze thront der TTC Kist einsam mit 16:0 Punkten. Angesichts der gezeigten Leistungen, dem ├╝berzeugenden Spielverh├Ąltnis sowie der Dominanz des Top-Trios mit Jorge Mooses Campos Valdes (mit einer 15:1-Bilanz bester Akteur), Andrei Labanau (12:4) und Adrian Jankowiecki (13:2) ist kaum vorstellbar, dass sich der TTC die Meisterschaft noch nehmen l├Ąsst. Dahinter werden sich wohl der TSV Ansbach mit 12:4 Z├Ąhlern und Eggolsheim mit 11:5 Punkten einen Kampf um den Relegationsplatz zwei bieten. Im gesicherten Mittelfeld befinden sich mit je 9:7 Punkten Versbach II und die SpVgg Erlangen. Ab Rang sechs beginnen die Mannschaften mit negativem Spielverh├Ąltnis. Noch im sicheren Terrain bewegen sich der TV Erlangen (6:10) und der TTV Tiefenlauter mit einer 5:11 Ausbeute. Nach dem R├╝ckzug des 1. FC Bayreuth, der damit als erster Absteiger feststeht werden Rugendorf (3:15) und TV Altdorf (1:15) versuchen, nicht als zweiter Absteiger auf Ranglistenplatz neun ├╝ber die Ziellinie zu gehen.

Der sch├Âne Erfolg des TSV 1860 Ansbach mit Platz 2 nach der ersten Halbserie ist durch eine homogene Mannschaftsleistung zustande gekommen. Dies zeigte sich vor allem darin, dass stets mit der gleichen Aufstellung angetreten werden konnte und dass der TSV immer als Einheit an die Tische gegangen ist. Ein gro├čes Plus waren ├╝berwiegend die Doppel. Hier harmonierten von Beginn an die beiden eingespielten Kombinationen Schubert/Weger und Welt/You. Nach einigen knappen Niederlagen z├╝ndeten auch noch Roth/Danzer durch und halfen dabei, dass zumeist mit einer F├╝hrung in die Einzel gegangen werden konnte. Die schwere Aufgabe im vorderen Paarkreuz bew├Ąltigten Oli Welt und Jan Schubert gut. Oliver Welt kam nach anf├Ąnglichen Probleme immer besser in Form und demonstriert aufsteigende Form. Die gute Vorrunde ist ganz eng mit dem Namen Jan Schubert verbunden. Der angehende Fitness-Kaufmann hat sichtbar den Spa├č am Tischtennis zur├╝ck gewonnen und erzielte begeisternde Siege. Hinter diesem Duo  zeigte das restliche Quartett, was eine ausgeglichene Mannschaft auszeichnet. Mit hoch positiven Ergebnissen zeigten Dietmar Weger, Pedder You, Julian Roth und Peter Danzer eine zuverl├Ąssige Konstanz, die h├Ąufig in drei oder vier siegreichen Einzeln in Serie m├╝ndeten und die die Partien der Ansbacher oft in die gew├╝nschte Richtung drehten.

Die Vorbereitung auf die R├╝ckrunde ist bereits wieder angelaufen. Ziel von Schubert & Co ist dabei ganz klar die Verteidigung von Position zwei. Zum Auftakt bestreitet das Team am 19. Januar einen Doppelstart in Erlangen, zum ersten Heimspiel pr├Ąsentiert sich die Mannschaft am 2. Februar gegen Altdorf.  

TSV 1860 Ansbach: Oliver Welt (4:12 Einzel/ 5:3 Doppel), Jan Schubert (8:8/ 7:2), Dietmar Weger (12:3/ 7:2), Pedder You (10:3/ 4:3), Julian Roth (9:2/ 3:5), Peter Danzer (6:3/ 3:5), Sebastian Mertel (0:0/ 1:0).