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ANSBACH (kk)- Am kommenden Sonntag starten die Tischtennis-Herren des TSV 1860
Ansbach mit einem Heimspiel in das Abenteuer 3. Bundesliga. Für den Aufsteiger stehen
dabei viele Neuheiten und unbekannte Erfahrungen auf dem Programm.
Nach drei Meisterschaften in Folge (Bayernliga, Oberliga und Regionalliga) sowie den damit
verbundenen Aufstiegen sind die Markgrafenstädter auf der großen Bühne Bundesliga
angekommen. Anders als in den vergangenen drei Spielzeiten, in denen der TSV stets als
großer Favorit in die Spielzeit gestartet ist, werden die Westmittelfranken als krasser
Außenseiter in die Saison 2016/2017 gehen. Grund dafür sind außer der höheren
Spielklasse natürlich die Abgänge von den Leistungsträgern Philipp Floritz und Tomas
Pavelka.

 

Neben der dieser neuen Ausgangslage ist der Wechsel von einer Sechser- auf eine
Vierermannschaft eine Umstellung. Im neuen Spielmodus werden zu Beginn zwei Doppel
und anschließend bis zu acht Einzel ausgetragen (1-2, 2-1, 3-4, 4-3, 1-1, 2-2, 3-3, 4-4).
Gewonnen hat ein Team beim Erreichen des 6. Punktes, bei einem 5:5 endet die Partie
unentschieden. Besonderheit bei diesem Spielsystem ist auch, dass die beiden Doppel nicht
nach Ranglistenplätzen aufgestellt werden müssen, sondern frei gewählt werden können.
Die Ansbacher hoffen hier vor allem durch ihre beiden vorteilhaften Links-Rechts-
Kombinationen auf gute Ausgangspositionen vor den Einzeln.  
Eine weitere Neuerung ist dem TSV 1860 Ansbach erspart geblieben. Durch eine
Sondergenehmigung des DTTB wurde gestattet, dass die Heimspiele weiterhin in der
unteren Platenturnhalle ausgetragen werden dürfen, obwohl diese nicht komplett den
Bundesligaanforderungen genügt.
Die Experten erwarten in der Runde eine Dreiteilung der Liga. An der Spitze werden sich
aller Voraussicht nach der FSV Mainz 05 und die 1.Bundesligareserve des ASV
Grünwettersbach ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel liefern. Die Mainzer haben sich die
Titelchancen durch die Neuzugänge Bertrand (Frankreich) und Barabanov (Weißrussland)
erworben. Der letztjährige Vizemeister Grünwettersbach hat alle Stammspieler gehalten und
wird darüber hinaus in der kommenden Saison sogar noch den slowenischen Nationalspieler
Zibrat, der bisher nur in der 1. Liga eingesetzt wurde, ins Rennen schicken.
Hinter diesen beiden Vereinen ist ein breites Mittelfeld prognostiziert. Die vielleicht besten
Chancen, die Favoriten zu ärgern, werden dem NSU Neckarsulm attestiert. Die Schwaben
haben sich mit zwei Zugängen verstärkt und sich damit im Vorfeld die Rolle als Geheimtipp
gesichert. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem TTC Weinheim, der sich in der
Sommerpause runderneuert hat. Entscheidend wird hier sein, wie und wann die drei Neuen,
unter anderem die beiden Akteure Crepulja und Cipin aus der 2. Bundesliga, im Team
integriert und erfolgreich sind. Die beiden Vertreter aus Thüringen, der SV SCHOTT Jena
und der Post SV Mühlhausen sind konstant gut aufgestellt und sollten sich genauso wie der
zweite Aufsteiger TV Leiselheim (Regionalliga Südwest) im Endklassement auf einem Rang
zwischen 3-7 wiederfinden.
Den Kampf um den Abstieg sollte das bayrische Trio FC Bayern München, TTC Wohlbach
und TSV 1860 Ansbach freistaatintern ausspielen. Wohlbach und München waren im Vorjahr
die beiden letztplatzierten Clubs und gehen mit nahezu unveränderten Aufgeboten - bei
Bayern München ersetzt lediglich mit Kaindl ein Routinier einen anderen (Degen) – an den
Start.
Beim TSV wird Torben Wosik erneut der Kopf und das Aushängeschild der Mannschaft sein.
Der ehemalige Vizeeuropameister ist nominell vom TTR-Wert gesehen der zweitbeste
Akteur der Liga. Einmal mehr werden die Markgrafenstädter auf seine Punkte und seine
Führungsqualitäten angewiesen sein. Dahinter setzten die Verantwortlichen gezielt auf den
Einsatz von lokalen Spielern. Den schwersten Stand wird sicherlich der langjährige
Ansbacher Trifon Lengerov haben, der sich im vorderen Paarkreuz durchwegs mit Spielern
auseinandersetzen muss, die 200 Punkte besser gestuft sind. Für dieses Unterfangen hat
sich der ehrgeizige Allrounder speziell mit unzähligen Trainingseinheiten, unter anderen mit
seinem Bruder, dem ehemaligen Weltranglistenspieler Kostadinov Lengerov, in Bulgarien
vorbereitet. Das hintere Paarkreuz bilden der aus Ansbach kommende Oliver Welt und Jan
Schubert aus Wassertrüdingen. Sowohl der sichere Welt als auch der offensiv ausgelegte
Schubert wollen schnell in der Bundesliga Fuß fassen und für die eine oder andere
Überraschung sorgen. Einige Einsätze wird sicher auch Neuzugang Manuel Kupfer
bestreiten. Der vom Regionalligisten Schwabhausen kommende Nachwuchsmann ist in
erster Linie als Spitzenakteur in der zweiten Mannschaft vorgesehen, wird aber sicher auch
die Gelegenheit bekommen, Bundesligaluft zu schnuppern.
Das Ansbacher Team, dass bemerkenswerter Weise als einziges ohne ausländischen
Spieler  antritt, wird fast ausnahmslos als Absteiger Nummer 1 gesehen. Gerade diese
Tatsache sollte Ansporn genug sein, um für das eine oder andere nicht erwartete Ergebnis
zu sorgen.
Nominell muss zunächst von zwei Absteigern ausgegangen werden. Durch eine
beschlossene Aufstockung der 1. Bundesliga könnte sich am Saisonende bei günstigen
Konstellationen diese Zahl jedoch  noch reduzieren.
Die Heimspiele werden jeweils Sonntag um 14 Uhr ausgetragen. Gleich zum Auftakt am 4.
September erwartet Ansbach den Titelaspiranten ASV Grünwettersbach II. Danach dauert es
für die Ansbacher Zuschauer über zwei Monate bis zum 6. November, ehe es gegen
Wohlbach zu einem äußerst wichtigen Match in Hinsicht auf einen möglichen Klassenerhalt
kommt. Die weiteren beiden Heimspiele in 2016 sind am 13. November gegen Neckarsulm
und am 4. Dezember gegen Leiselheim.
3. Bundesliga Süd:
ASV Grünwettersbach II: Zibrat (SLO, TTR 2332), Erlandsen (NOR, 2270), Bluhm (2239),
Spieß (2201), Markovic (2216).
Post SV Mühlhausen II: Vozicky (CZE, 2392), Schreyer (2302), Kartuzovs (LAT, 2121),
Wenzel (2072).
SV Schott Jena: Stehle (2286), Petkov (SER, 2264), Mego (SVK, 2231), Süß (2149).
TTC Weinheim: Crepulja (SER, 2265), Cipin (CRO, 2227), Jost (2227), Baum (2175).
TV Leiselheim: Lind (DEN, 2277), Shamin (RUS, 22809; Graf (2106), Anca (ROU, 2115).
1. FSV Mainz 05: Olivares (CHI, 2336), Bertrand (FRAU, 2287), Barabanov (BLR, 2238),
Müller (2154).
FC Bayern München: Dr. Plattner (2214), Szappanos (HUN, 2178), Diemer (2133), Kaindl
(2092).
TTC Wohlbach: Grozdanov (BUL, 2225), Foerster (2219), Christ (2154), Forkel (2075).
NSU Neckarsulm: Schabacker (2275), Mohr (2269), Braun (CZE, 2283), Gerhold (2077).
TSV 1860 Ansbach: Wosik (2348), Lengerov (2074), Schubert (2030), Welt (2000). Kupfer
(2036).