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ANSBACH (kk)- Die Kräfteverhältnisse in der Tischtennis-Verbandsoberliga sind nach dem Top-Spieltag klar definiert. Trotz einer überzeugenden Leistung gegen den designierten Meister TTC Kist konnte der TSV 1860 Ansbach diesem beim 6:9 keinen Punkt abknöpfen, wodurch die Titelfrage wohl geklärt ist. Dafür gelang den Ansbachern im zweiten Spiel ein befreiendes 9:5 über den Verfolger SB Versbach II, was dem TSV nun einen Drei-Punkte-Vorsprung auf Rang 3 einbringt.

Anders als in der Vorrunde, wo die Markgrafenstädter im Endspiel um die Herbstmeisterschaft beim TTC Kist eine böse 9:3-Klatsche einstecken musste, agierten die Gastgeber nur beim Rückmatch auf Augenhöhe und waren knapp an einem Unentschieden dran. Grund dafür war insbesondere die Leistung von Dietmar Weger, der seine gewohnte Kampfstärke noch einmal auf eine höheres Niveau hob und damit als Kapitän Zeichen setzte. An der Seite von Jan Schubert folgte gleich im ersten Doppel eine Kampfansage, die das Doppel 1 der Hausherren mit 13:11 im Entscheidungssatz gewann. Mit dem gleichen Resultat entschied der Routinier auch sein zweites Einzel gegen Adrian Jankowiecki.  Der frühere polnische Hochschulmeister probierte alles, variierte Tempo und schoss aus allen Lagen, doch der Teufelskerl Weger war präsent und parierte die Bälle zum knappen, aber verdienten Erfolg sowie der ersten Rückrunden-Niederlage für Jankowiecki. Außer diesen beiden Erfolgen von Weger war für die Ansbacher Protagonisten gegen die Top 3 der Kister nichts zu holen. Der Kubaner Jorge Mooses Campos Valdes spielte in einer eigenen Liga und auch gegen den Weissrussen Andrei Labanau sprang für Jan Schubert und Oliver Welt wenig heraus. Damit war klar, dass gegen die restlichen drei TTC-Spieler fast die optimale Punktausbeute her muss, wenn es mit einer Überraschung klappen sollte. Gegen die 15-jährige Nachwuchshoffnung Schäfer gelang dies Pedder You und Dietmar Weger jeweils in drei Durchgängen sicher genauso wie Peter Danzer und Julian Roth mit super Vorstellungen gegen den erfahrenen Dreiser gewinnen konnten. Einen Strich durch die Rechnung machte den Ansbachern nur die Nummer 6 der Gäste. Max Nötzold wartete mit einer klasse Leistung auf und fügte Julian Roth und Peter Danzer zum 6:9- Endstand nicht erwartete Niederlagen zu.

Aufgrund der guten Form gingen die Hausherren nur 45 Minuten später selbstbewusst in das zweite Match gegen den anderen Tabellennachbarn Versbach. Und der Start gelang nach Maß. Nach einem 2:1 aus den Doppeln legte Jan Schubert und Oli Welt mustergültig nach. Jan Schubert hatte in einer ausgeglichenen Partie jeweils am Satzende nochmal eine Überraschung parat und konnte dank seines Aufschlag-Rückschlagspiels als Sieger vom Tisch. Gegen seinen langjährigen Trainingspartner Weinhold zeigte sich Oli Welt ebenfalls von der besten Seite. In langen Ballwechseln arbeitete sich Ansbach Nr. 2 immer mehr Vorteile heraus, sodass am Ende ein toller 4-Satz-Sieg zu Buche stand. Erst nach einem weiteren Sieg von Dietmar Weger zum 5:1 konnte der Sportbund in Person von Leon Brandenburg das erste Mal im Einzel punkten. Insgesamt profitierten die Grün-Weißen davon, dass bei den Gästen zwei Akteure (unter anderen auch Spitzenspieler Stock) krankeitsbedingt nicht mit nach Ansbach konnten. So hatten es Julian Roth und Basti Mertel mit zwei Ergänzungsspielern zu tun, die beiden mit Noppenmaterial zwischen Abwehr und Angriff wechselten. Trotz einiger Konzentrationsschwierigkeiten, vor allem bei Basti Mertel,  konnte der Spielstand auf 7:2 erhöht werden. Doch von Vorentscheidung konnte keine Rede sein. Im Spitzeneinzel nutze Weinhold für Versbach die schwindende Kondition von Jan Schubert aus. Diesen Startschuss für eine Aufholjagd nahm Partrick Köhler auf, der mit astreinen Gegenspin-Kontern Oli Welt komplett aus dem Spiel nahm. Als dann auch noch Dietmar Weger gegen den clever mit weichen und harten Spins attackierenden Brandenburg mit 9:11 im letzten Frame passen musste, war Versbach beim 7:5 wieder gefährlich nahe gekommen. Doch die Nerven hielten bei Pedder You, der nahezu im Stand den überforderten Ramos Cervantes mit unangenehmen Anspielen besiegen konnte. Den Schlusspunkt setze Julian Roth, der nach einem Einspielsatz (8:11) seinen Gegner geschickt in Bewegung hielt und konstant bis zum 3:1-Sieg punktete.

Dank dieses Erfolges hat der TSV Versbach zunächst auf Distanz gehalten und versucht nun in den letzten drei Spielen den Relegationsplatz 2 zu behalten.

Die Ergebnisse: Ansbach – Kist: Schubert/Weger – Jankowiecki/Dreiser 9:11/11:7/2:11/11:6/13:11, Welt/You – Campos Valdes/Labanau 7:11/7:11/11:9/9:11, Roth/Danzer – Schäfer/Nötzold 11:8/11:13/11:8/1:11/7:11, Schubert – Labanau 9:11/8:11/11:13, Welt – Campos Valdes 2:11/8:11/7:11, Weger – Schäfer 11:8/11:6/11:8, You – Jankowiecki 6:11/6:11/6:11, Roth – Nötzold 5:11/9:11/11:8/3:11, Danzer – Dreiser 11:9/2:11/11:8/5:11/11:8, Schubert – Campos Valdes 10:12/4:11/4:11, Welt – Labanau 11:6/13:11/6:11/5:11/2:11, Weger – Jankowiecki 11:9/8:11/11:9/9:11/13:11, You – Schäfer 11:7/11:6/14:12, Roth – Dreiser 5:11/11:9/11:5/11:7, Danzer – Nötzold 11:8/6:11/6:11/10:12.

Ansbach – Versbach: Schubert/Weger – Köhler/Ramos Cervantes 11:5/12:10/9:11/11:9, Welt/You – Weinhold/Brandenburg 6:11/9:11/8:11, Roth/Mertel – Vaupel/Müller 11:7/11:6/11:3, Schubert – Köhler 16:14/11:9/13:11, Welt – Weinhold 11:5/8:11/11:9/13:11, Weger – Ramos Cervantes 11:6/11:4/11:6, You – Brandenburg 14:16/5:11/2:11, Roth – Müller 1:6/11:7/11:4, Mertel – Vaupel 8:11/11:9/14:12/5:11/11:4, Schubert – Weinhold 11:4/10:12/10:12/6:11, Welt – Köhler 7:11/5:11/9:11, Weger – Brandenburg 6:11/2:11/11:6/11:8/9:11, You – Ramos Cervantes 11:8/11:9/12:10, Roth – Vaupel 8:11/11:2/11:6/11:8.