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TIEFENLAUTER (kk)- Es gibt sicherlich gute und schlechte Unentschieden. Das 8:8-Remis in der TT-Verbandsoberliga zwischen dem TTC Tiefenlauter und dem TSV 1860 Ansbach muss aus Sicht der Ansbacher ohne jeden Zweifel als glücklicher Erfolg bewertet werden, denn die Markgrafenstädter waren über die gesamte Spielzeit von fast vier Stunden nahezu durchgehend in Rückstand gelegen und haben zudem alle knappen Matches gewonnen.

Im vorderen Paarkreuz war der ehemalige TSV-Spielertrainer Trifon Lengerov das Maß der Dinge. Mit hohem Tempo und überzeugender Spielkontrolle ließ er Jan Schubert und Oli Welt nicht den Hauch einer Chance. Dafür revanchierten sich die beiden TSV´ler mit Siegen über den Tschechen Stibor. Oli Welt tat dies mit einem famosen Auftritt in Form eines 3:0-Erfolges. Jan Schubert musste hier länger zittern. Nach einem vermeintlich sicheren 10:4-Vorsprung im 5.Satz ließ er sechs Matchbälle ungenutzt und sein Gegner konnte auf 10:10 egalisieren. Trotzdem behielt die Nr. 1 der Ansbacher die Nerven und siegte mit 13:11.

In der Mitte gab es ebenfalls eine Punkteteilung. Nachdem Julian Roth bei seinen beiden 0:3-Niederlagen der berufsbedingte Trainingsrückstand deutlich anzumerken war, musste Dietmar Weger in die Bresche springen. Im ersten Einzel gegen Forkel gelang es ihm scheinbar locker, im zweiten Einzel musste sich der Kapitän bei einem 3:8-Rückstand im Entscheidungssatz in eine für ihn typische Trance spielen, um die Partie noch mit fehlerfreien Aktionen zum 11:9-Endstand umzubiegen.

Auch auf den Positionen 5 und 6 gab es beim 2:2-Einzelergebnis keinen Punktsieger. Hier verloren Pedder You und Peter Danzer völlig überraschend gegen den „Hau-Ruck-Spieler“ Buckreus, der mit seinen überfallartigen Attacken die beiden Ansbacher aus dem Rhythmus nahm. Dafür gestalteten beide ihre Pflichtaufgaben gegen Eberhardt, seines Zeichens einer der besten Ü60-Senioren Deutschlands, erfolgreich.

Durch die ausgeglichenen Einzel und einen 1:2-Start aus den Doppeln zu Beginn lag der TSV bei den Oberfranken stetig hinten. Den Höhepunkt bildete das abschließende Schlussdoppel beim Stand von 7:8. Dort bekamen es Schubert/Weger ausgerechnet mit dem Duo Lengerov/Buckreus zu tun, das vorher ungeschlagen fünf Zähler für Tiefenlauter eingefahren hat. Die Spannung des hochklassigen und hart umkämpften Duells gipfelte in der Endphase des letzten Satzes, indem beim 10:10 dem TSV-Spitzendoppel die zwei entscheidenden Punkte gelangen.

Zwar konnte das Ziel, mit einem doppelten Punktgewinn den Tabellennachbarn zu überholen, nicht erreicht werden. Trotzdem wurde der eine Punkt richtig gefeiert, da er aufgrund des 28:33-Satzverhältnisses und der Tatsache, dass alle drei engen Matches an den Gast gingen, als glückliche Optimalausbeute gesehen wurde. 

Die Ergebnisse (Tiefenlauter zuerst genannt): Lengerov/Buckreus – Welt/Roth 16:14/11:7/9:11/7:11/11:6, Stibor/Angelov – Schubert/Weger 8:11/7:11/11:9/9:11, Forkel/Eberhardt – You/Danzer 6:11/11:9/11:5/11:7, Lengerov – Welt 11:9/11:3/11:8, Stibor – Schubert 12:10/18:16/6:11/7:11/11:13, Angelov – Roth 11:8/11:8/11:9, Forkel – Weger 5:11/7:11/9:11, Buckreus – Danzer 11:6/7:11/12:10/11:9, Eberhardt – You 11:5/2:11/4:11/5:11, Lengerov – Schubert 11:5/11:8/11:2, Stibor – Welt 8:11/4:11/7:11, Angelov – Weger 8:11/11:6/12:10/2:11/9:11, Forkel – Roth 11:7/11:8/11:8, Buckreus – You 11:7/11:9/11:4, Eberhardt – Danzer 11:13/11:4/10:12/7:11, Lengerov/Buckreus – Schubert/Weger 11:8/9:11/11:8/8:11/10:12.