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ANSBACH (kk)- Zu einem großen Wechselbad der Gefühle mutierte das letzte Vorrundenspiel des TSV 1860 Ansbach in der TT-Verbandsoberliga. Gegen die DJK SpVgg Effeltrich II reihten sich Tiefen und Höhen nahtlos aneinander und führten zu einem am Ende für beide Seiten nicht befriedigenden 8:8-Unentschieden.

Mit Weihnachten vor der Tür verteilten die Gastgeber zunächst Geschenke. Das Spitzendoppel Schubert/Weger war im entscheidenden fünften Satz mit 7:1 in Führung. Aus unerklärlichen Gründen hörte das TSV-Duo zu diesem Zeitpunkt urplötzlich mit dem durchdachten Tischtennisspiel auf und unterlag noch mit 8:11. Genau das gleiche Schicksal ereilte auch Danzer/Mertel. Mit fünf Punkten Vorsprung in der Mitte des 5. Satz auf der sicheren Siegerstraße ging auch bei dieser Kombination auf einmal nichts mehr zusammen und am Ende war die Partie auch hier mit 12:14 verloren. Da Welt/Roth erwatungsgemäß gegen das Sahnedoppel der DJK keine Chance hatte, leuchtete ein schon lange nicht mehr da gewesenes 0:3 nach den Doppeln von der Anzeigetafel. Es kam sogar noch Schlimmer: Oli Welt fand gegen den agilen, mit beidseitigen Spins operierenden Ästheten Csölle kein probates Mittel und musste das 0:4 zulassen.

Für den Weckruf war an dieser Stelle Jan Schubert zuständig. Im Duell zweier Linkshänder kam es immer wieder zu taktischen Rückhand-Rückhand-Duellen, die der Ansbacher geschickt mit parallelen Eröffnungen auflöste und somit für das Entscheidungsmoment sorgte. Dennoch musste der TSV-Frontmann vier Matchbälle abwehren, ehe er sich beim 13:11 im letzten Frame feiern lassen konnte. Mit diesem Krimisieg läutete er zugleich die beste Phase der Einheimischen ein. Mit gewohnt konstanten Blockspiel punktete Dietmar Weger genauso souverän wie am Nebentisch Julian Roth, der nach einer spielerischen Krise zuletzt in seiner Begegnung wieder mutig agierte und schöne Akzente zum 3:1-Sieg setzte. Auch das hintere Paarkreuz punktete doppelt. Der gesundheitlich angeschlagene Peter Danzer siegte trotz knappem Spielverlauf in allen Durchgängen mit 3:0. Ebenfalls ohne Satzverlust gestaltete Basti Mertel sein Match gegen den Abwehrer Späth. Mit diesem Zwischenspurt hatte der TSV die Partie nach dem 0:4 in eine 5:4-Führung gedreht. Da im Anschluss Jan Schubert zu oft Problem mit den leeren Aufschlägen von Csölle hat, war das Ergebnis beim 5:5 wieder egalisiert. Gegen Marco Büttner, der mehrfach zwischen Genie und Wahnsinn wechselte, gelang Oli Welt eine taktische Meisterleistung. Nach chancenlosem Beginn stellt  er auf kurze Auf- und Rückschläge sowie effetgeladene erste Top-Spins um und zwang seinen Gegner so immer mehr zu Fehlern und triumphierte so mit einem 11:3-Feuerwerk im Entscheidungssatz. Insgeheim fühlten sich die Hausherren nun etwas zu sicher. Und so kam es, dass in der Mitte jetzt umgedrehte Kräfteverhältnisse herrschten. Weder der viel zu hektisch spielende Dietmar Weger kam mit den unorthodoxen Sideschnitt-Schlägen von Mill zurecht, noch konnte Julian Roth den praktisch über den ganzen Tisch mit der Vorhand agierenden Götz Paroli bieten. Völlig überraschend lag man daher wieder mit 6:7 in Rückstand. Verlass war aber auf Peter Danzer und Basti Mertel. Mit zwei grundsoliden Vorstellungen sorgten sie für die optimale Einzelausbeute und den nächsten Führungswechsel zum 8:7.

Aber leider blieb es dabei: am Samstagabend konnten die Markgrafenstädter kein Doppel gewinnen. Auch im Schlussdoppel waren Csölle/Büttner eine, wenn auch nur kleine, Nummer zu große für Schubert/Weger, da insbesondere Dietmar Weger in den wichtigen Spielabschnitten das hohe Tempo an diesem Tag nicht mitgehen konnte.

Durch das 8:8 wurde die Chance auf den Sprung auf Tabellenplatz 4 vertan. Schubert & Co überwintern nun mit 8:10 Punkten auf Rang 6 und sollten bis zum Rückrundenstart am 25. Januar 2020 vor allem einen Schwerpunkt auf das Doppeltraining setzen.

Die Ergebnisse: Schubert/Weger – Mill/Mideck 11:5/11:4/6:11/12:14/8:11, Welt/Roth – Csölle/Büttner 7:11/8:11/6:11, Danzer/Mertel – Götz/Späth 4:11/11:7/8:11/11:5/12:14, Schubert – Büttner 11:4/9:11/6:11/12:10/13:11, Welt – Csölle 9:11/6:11/11:8/9:11, Weger – Götz 11:7/11:9/10:12/11:5, Roth – Mill 11:7/11:6/8:11/11:4, Danzer – Mideck 16:14/12:10/11:9, Mertel – Späth 11:6/11:6/12:10, Schubert – Csölle 11:8/10:12/9:11/8:11, Welt – Büttner 8:11/11:2/11:6/9:11/11:3, Weger – Mill 7:11/7:11/11:8/11:5/6:11, Roth – Götz 5:11/6:11/8:11, Danzer – Späth 10:12/11:9/11:9/11:9, Mertel – Mideck 11:5/11:8/11:8, Schubert/Weger – Csölle/Büttner 10:12/8:11/12:10/7:11.