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TT_TSV_Ansbach Viertelfinale Vereinsmeisterschaft Roth J gegen Roth J 👍😁 @ Ansbach, Germany https://t.co/Bxug8j7xQx
   

ANSBACH (ku)- Am Samstagnachmittag stimmte beim TT-Verbandsoberligisten TSV 1860 Ansbach nahezu alles. Mit unbedingtem Siegeswillen und cooler Abgeklärtheit sowie mit taktischer Brillanz und Spielfreude zeigte Ansbach seine bislang beste Saisonleistung und schickte den favorisierten TTC Tiefenlauter mit 9:3 nach Hause.

Die Initialzündung für einen „Sahne-Tag“ gab im ersten Einzel Jan Schubert, der sich in einem Links-Links-Duell mit dem Nigerianer George Tunde Shoneye ein begeistertes Match lieferte. Die Entscheidung in einer offenen Partie schaffte Schubert, indem er seinen oft umlaufenden Gegner in den richtigen Momenten auf der weiten Vorhand anspielte und damit etliche Punktgewinne zum tollen 14:12-Erfolg im 5. Satz einläutete. Die nächste wichtige Spielphase wurde beim Stand von 2:1 eingeläutet. Dort bot Julian Roth ebenfalls eine taktische Meisterleistung gegen den rückhandorientierten Konterspieler Forkel. Mit stoischer Ruhe trat Ansbachs-Nr. 3 auf die Tempo-Bremse, gab dem Routinier mit langsamen Schlägen keine Konter-Möglichkeit und explodierte an der richtigen Stelle mit harten Endschlägen. Ein 11:7 im Entscheidungssatz war der verdiente Lohn. Das dritte Beispiel für eine abgeklärte Spielweise in der Endphase zeigte im folgenden Einzel Peter Danzer, der nervenstark das dritte Match über die volle Distanz mit 12:10 für sich entschied.

Doch auch beim bitteren 1:4-Zwischenstand  ließen die Gäste aus Oberfranken nicht den Kopf hängen. Zuerst konnte Basti Mertel zu wenig Akzente gegen den Abwehrspieler Kürschner setzen, da er zu oft den variablen Schnittwechsel des Bollwerks nicht lesen konnte und dies zu vielen Fehlern führte. Im Spitzenspiel gegen seinen ehemaligen Trainer Trifon Lengerov kam Jan Schubert wieder ein Stückchen näher an einen Sieg heran. Am Ende hatte Lengerov speziell im Kurz-Kurz-Spiel mehr zuzusetzen und gewann noch mit 11:5 in Satz 5. Damit blieb der an diesem Tag etwas übermotivierte Lengerov der einzige Akteur des TTC, der doppelt punkten konnte.

Dass die Begegnung beim Stand von 4:3 nicht kippte, war der Verdienst von Dietmar Weger. Mit einer ähnlichen Taktik wie zuvor Schubert konnte die heimische Nr. 2 Shoneye das eine um andere Mal gekonnt ausplatzieren und einen ganz wichtigen 3:2-Sieg zum 5:3 feiern.

Anschließend ließen es die TSV-Akteure richtig laufen. Pedder You gewann mit einem bärenstarken Auftritt erneut mit 3:0 und unterstrich ohne Satzverlust seine Bedeutung für das Team. Ebenfalls kurzen Prozess machte Julian Roth mit Aneglov, dem resignierend sehr viele Fehler unterliefen. Eine Demonstration im Spiel gegen Abwehr zeigte Peter Danzer. Mit knallharten ersten Schlägen, die zielsicher die gewünschten Platzierungen fanden, ließ er der erfahrenen Kürschner nicht in seinen Rhythmus kommen und gewann so souverän mit 3:1. Der Schlusspunkt zu einem nie für möglich gehaltenen 9:3 zelebrierte Bast Mertel, indem er Buckreus sein Spiel aufzwang und mit sicher vorgetragenen Angriffen zu Gefallen wusste.

Mit diesem doppelten Punktgewinn überholte Ansbach Tiefenlauter in der Tabelle und rangiert dank des besten Spielverhältnisses von drei Teams mit 5:5 Punkten auf Position 2. Diese Platzierung wird sicher keinen Bestand mehr haben, wenn Schubert & Co nach drei spielfreien Wochenenden am 14. November bei Sparta Noris gastiert.

Die Ergebnisse (Ansbach zuerst genannt): Schubert – Shoneye 10:12/13:11/11:8/7:11/14:12, Weger – Lengerov 9:11/6:11/9:11, You – Angelov 14:12/11:9/11:6, Roth – Forkel 12:10/9:11/11:8/8:11/11:7, Danzer – Buckreus 6:11/11:9/6:11/11:4/12:10, Mertel – Kürschner 6:11/11:7/7:11/9:11, Schubert – Lengerov 8:11/6:11/11:6/13:11/5:11, Weger – Shoneye 16:14/12:14/6:11/11:8/11:6, You – Forkel 11:9/11:8/11:8, Roth – Angelov 11:7/11:1/11:5, Danzer – Kürschner 11:4/12:10/7:11/11:6, Mertel – Buckreus 13:11/11:9/11:5.